Endlich: Otto Spalt auf DVD
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Liebe Freunde,
das Warten hat endlich ein Ende, mich gibt's jetzt tatsächlich auf DVD.
Ein Vierteljahrhundert ist es nun her, dass ich in die Kinos kam, und wenn wir das Rad der Geschichte noch um weitere 10 Jahre zurückdrehen, landen wir bei meinem Drehbeginn. Damals war die Welt noch in Ordnung, im Winter hat es geschneit, in Berlin stand die Mauer, gedreht wurde auf echtem Film und geschnitten am Schneidetisch (zu sehen in „Der Mord mit der Schere“). Die ersten Computer tauchten gerade auf, aber wenn man sie irgendwie mit Film in Verbindung brachte, dann bestenfalls als Requisiten für Science-Fiction (wie in „Close Up“). Dass sie eines Tages zur kompletten Bearbeitung von Filmen genutzt werden würden – unvorstellbar.
So gesehen bin ich heute schon Filmgeschichte. Wir reisen in eine cineastische Prähistorie, als Filmeffekte noch in der Kamera entstanden („Rückwärts”) oder während ungezählter Nächte an optischen Bearbeitungsapparaturen („Phantom“), als eine Einstellung noch länger als drei Sekunden dauern durfte („Bulette Pauli“) und man sich von der ersten Klappe („Ja, was soll ich denn hier machen?“) 
bis zum letzten Drehtag (mein Gang durch die Flure im Schlussbild) zehn Jahre Zeit lassen konnte.
Also, Freunde, lasst uns eintauchen in die Unschuld vergangener Tage, als es nur drei Fernsehprogramme gab und ab Mitternacht das Testbild lief, als man für die Kinokarte 4 Mark hinlegte, danach das HB-Männchen in die Luft ging und...
„Herr Spalt, halten Sie hier keine Vorträge!“
Äh... ja, das war Dr. h.c. Kohlhammer... Also, dann drückt mal auf die Play-Taste – bis gleich
Euer

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